Windows of the World

Nachbericht zum konzert in wolfertschwenden

Eine Reise um die Welt mit der Brass Band des Unterallgäus
Die Brass Band BLECH[BRASERI:] verzaubert die Besucher der Festhalle in Wolfertschwenden

Von Amerika über Afrika und China hin zu Irland und wieder zurück. Am vergangenen Sonntag begaben sich die Besucher der Konzerthalle in Wolfertschwenden zusammen mit der Brass Band „BlechBrasserie“ unter der Leitung von Michael Fischer auf eine musikalische Reise um die Welt. Entsprechend dem britischen Vorbild gehören zur üblichen Besetzung einer Brass Band folgende Instrumente: Es-Cornet, B-Cornets, Flügelhorn, Althörner, Baritone, Euphonien, Posaunen, Tuben und Schlagwerk. Durch diese original britische Besetzung entsteht der bekannte Brass Sound, der auch in Wolfertschwenden die Zuhörer regelrecht verzauberte.

Nach einer kurzen Einleitung, der Jubilee Prelude von Philipp Sparke, stand bereits das erste anspruchsvolle Werk „Windows of the World“ von Peter Graham auf dem Programm. Die einzelnen Sätze des Stücks nahmen die Besucher mit auf eine Reise um die Welt. Keltische Melodien, die Schönheit des Regenwaldes und Trommeln der Savanne sind nur wenige Beispiele dafür, was die Musiker zu bieten hatten. Bereits im ersten Satz konnten die Zuhörer den lateinamerikanischen Klängen lauschen, die auch im letzten Satz wieder aufgegriffen wurden. Der solistische Einsatz von Althorn und Bariton im zweiten Satz nahm die Besucher schließlich mit auf eine Reise durch den Regenwald. Den Anfang des nächsten Satzes „Drums of Thunder“ bildeten die Posaunen, welcher im späteren Verlauf durch chromatische Läufe und den absteigenden Charakter besonders dramatisch erschien, bevor im nächsten Satz keltische Melodien durch ein Sopran-Cornet Solo und ein Euphonium Solo die Festhalle verzauberten. Im letzten Satz, dem „Earth Walk“ wurde das Schlagwerk als ein weiteres Register der Brass Band vorgestellt. Durch dessen Solo Einlage wurde den restlichen Musikern eine kleine Verschnaufpause gegönnt, was sie sich am Ende dieses Stückes auch verdient hatten. 

Von keltischen und amerikanischen Melodien ging die Reise um die Welt mit dem Stück „Out of Africa“ – zu Deutsch Jenseits von Afrika – weiter. Der Soundtrack zum Film, komponiert von John Barry, ist eine der schönsten Filmmusiken, die je geschrieben wurden und nahm die Konzertbesucher mit in ein faszinierendes Land.  Angekommen in Irland machte es die Brass Band des Unterallgäus den Besuchern möglich, durch das Stück „Lord Tullamore“ von Carl Wittrock, die Gegenden dieses Landes durch klangvolle Melodien zu erahnen. 

Am Ende eines solchen Konzertes darf natürlich ein Werk nicht fehlen: „Fire in the Blood“, ein anspruchsvolles aber gleichzeitig eindrucksvolles Stück, welches so manchem Zuhörer ein Gänsehautgefühl bereitete und mit dem die Brass Band „BlechBrasserie“ nächstes Jahr zum ersten Mal an der deutschen Brass Band Meisterschaft in Bad Kissingen teilnehmen wird. Wer jedoch nicht bis zum nächsten Jahr warten will, sondern schon früher den Klängen der Brass Band unter der Leitung von Michael Fischer lauschen will, hat bereits am 03.11. zuerst in Biberachzell und anschließend in Gennach die Möglichkeit, sich von dem Brass Sound begeistern zu lassen. Auf Zugaben wollte das begeisterte Publikum auch diesen Sonntag schon natürlich nicht verzichten: Mit „A Choral for a Solemn Occasion“ und der berühmten „Bohemian Rhapsody“ der Musikgruppe „Queen“ verabschiedete sich die „BlechBrasserie“ von ihren Zuhörern.